Erle

Die Erle (gehörend zur Gattung der Laubbäume), die nur in Europa vorkommt, gilt als besonders wasserresistent. Mit einer Stammdicke von 50 cm bis 80 cm und einer Höhe von bis zu 30 m lebt die Erle vorwiegend an Fließgewässern und übersteht durch ihr gut ausgeprägtes inneres Belüftungssystem auch länger andauerndes Hochwasser. Der Durchmesser des Erlenbaumes beträgt ca. 0,8 m, ca. 12 m des Stammes sind durchgehend astfrei.

Die Erle ist unter drei Namen bekannt: Schwarzerle, Roterle und Weißerle.. Der Name der Roterle basiert aufgrund der rötlichen Färbung des frisch geschlagenen Holzes. Die Schwarzerle verdankt ihren Namen der Rinde, die zum Schwarzfärben von Leder verwendet wurde und den Fruchtzapfen, aus denen schwarze Tinte hergestellt wurde. Die Weißerle hat ihren Namen durch ihre silbergraue Rinde bekommen.

Das Holz der Erle ist grobfaserig, weich und dennoch fest, elastisch und biegsam und leicht zu spalten.
Die Poren der Erle sind fein und kaum sichtbar. Die Stämme sind astfrei, Splint und Kernholz sind weitgehend identisch. Die Hirnflächen zeigen rötlich-braune , tangential gerichtete Markflecken.

Schreibtisch Erle (Quelle: lodus.de)

Erlenholz lässt sich gut drechseln, schnitzen und polieren, jedoch nur mittelmäßig bearbeiten.
Optisch verändert sich das Erlenholz ebenfalls. Anfangs rötlich- weiß, so dunkelt es im Laufe der Zeit rot- braun nach. Verwendung findet das Holz der Erle z.B. als Schälholz für Sperrplatten, als Drechsel- und Schnitzholz, als Modellbauholz sowie für Möbel, Kinderspielzeug, Küchengeräte, in der Bildhauerei und für Musikinstrumente.

Aufgrund ihrer besonderen Resistenz gegen Wasser verwendet halb Venedig Erlenholz für ihre Pfähle. Mitunter wird gefärbtes Erlenholz auch als Ersatz für Mahagoni oder Nussbaum verwendet.

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